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Liebe trans*_nicht-binäre Menschen, Fachkräfte und weitere Unterstützer*innen in NRW,

während wir diesen Newsletter schreiben, prägen Kriege und Konflikte das Weltgeschehen. Auch Trans*-Communities sind betroffen – direkt oder indirekt, durch Sorge um Freund*innen, Familie oder die eigene Sicherheit. Umso wichtiger ist es, einander zuzuhören, füreinander da zu sein und Räume von Solidarität zu schaffen. Unsere Gedanken sind bei all jenen, die gerade um ihr eigenes Leben oder das ihrer Angehörigen bangen – in allen Regionen dieser Welt.

In dieser Ausgabe des Newsletters des Projekts Trans*sensibel und der Landeskoordination Trans* NRW findet ihr bzw. finden Sie unter anderem Ankündigungen zu stärkenden Workshops für tin* BIPoC – neben Informationen zu neuen Publikationen, Vorträgen für Fachkräfte, aktuellen politischen Entwicklungen und Medientipps.

Herzliche Grüße

Idán Sagiv Richter und Lenny Streit vom Projekt Trans*sensibel & Mika Schäfer und Jona Wendel von der Landeskoordination Trans* NRW

Veranstaltungen

Veranstaltungen für trans*_nichtbinäre Menschen

Familienwochenende „Selbstbestimmt Familie“: Warteliste geöffnet

Vom 1. bis 3. Mai 2026 veranstalten die Fachstelle Regenbogenfamilien NRW, die Landeskoordination Tran* NRW und das Projekt Trans*sensibel ein Wochenende für trans* und nichtbinäre Erwachsene sowie trans* und nichtbinäre Kinder und Jugendliche und deren jeweilige (Wahl-)Familien. In der ersten Anmeldephase konnten alle Plätze belegt werden. Ab sofort können sich Familien per Mail an info@regenbogenfamilien.nrw für die Warteliste anmelden.

Picknick zum Internationalen Family Equality Day am 3.5.

Am Sonntag, dem 3.5., findet ab 11 Uhr in Köln-Riehl ein großes Familien-Picknick für Regenbogenfamilien aus Nordrhein-Westfalen statt. Wir laden alle Regenbogenfamilien herzlich dazu ein, an diesem Tag zusammen zu kommen, sich zu vernetzen, einen schönen Tag zu verbringen und gemeinsam gleiche Rechte und selbstverständliche Akzeptanz für alle Familien zu fordern. Neben einem Mitbring-Buffet wird es unter anderem viele verschiedene Spielgeräte und eine Schmink-Aktion geben. Für die Teilnahme ist keine Anmeldung notwendig.

Alle weiteren Infos findet ihr hier.

Workshop „Verkörperte Kreativität – Zartheit umarmen“ für tin* BIPoC am 19.4.

Die Anmeldung zum kostenlosen Workshop „Verkörperte Kreativität – Zartheit umarmen“ für trans*, inter* und nichtbinäre BIPoC ist geöffnet. Der Workshop unter der Leitung von Ching und Kuem findet am 19.4. von 15 bis 18 Uhr in Köln statt (den genauen Ort erfahren die Teilnehmer*innen nach der Anmeldung).

Der Workshop bietet einen Raum für tin* BIPoC, um Kreativität aus dem Körper heraus zu erforschen. Durch Bewegung, achtsamen (optionalen) Körperkontakt und künstlerischen Ausdruck treten die Teilnehmer*innen mit sich selbst und miteinander in Verbindung. Mit Naturfarben werden Textilien gestaltet und innere Bewegungen sichtbar gemacht. 

Die Anmeldung ist per Mail an info@lako-trans.nrw möglich.

Workshop „Mut- & Kraftquellen für tin* BIPoC im Zeichen des Feuerpferds“ am 31.5.

Die Landeskoordination Inter* NRW und die Landeskoordination Trans* NRW veranstalten 2026 gemeinsam fünf Empowerment-Workshops für tin* Menschen.

Als Auftakt findet am 31.5. von 14 bis 18 Uhr in Köln unter der Leitung von Kuem und Xinan Pandan ein kostenloser Workshop zum Thema „Mut- & Kraftquellen für tin* BIPoC im Zeichen des Feuerpferds“ statt. Der Brave Space für tin* BIPoC lädt dazu ein, das eigene Körperwissen zu befragen und in Reflexion und Austausch zu gehen.

Die Anmeldung ist per Mail an info@lako-trans.nrw  möglich.

Außerdem sind zurzeit vier resilienzfördernde Online-Workshops in Vorbereitung. Weitere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es bald hier.

Schulung zum Besuchsangebot „Begegnung unterm Regenbogen“ am 29./30.5.

Im Rahmen des ehrenamtlichen Besuchsangebots „Begegnung unterm Regenbogen“ findet am 29.5.2026 (15–20 Uhr) und am 30.5.2026 (10–15 Uhr) in Köln eine Schulung für interessierte Ehrenamtliche statt.

Das Angebot richtet sich an lsbtiq+ Personen ab 18 Jahren, die queere Menschen ab 50 in Köln regelmäßig besuchen und sie in ihrer Freizeit begleiten möchten. In der Schulung werden wichtige Grundlagen vermittelt, um sich im Besuchsdienst sicher und gut vorbereitet zu fühlen. Ziel ist es, älteren lsbtiq+ Personen Begegnung und Gemeinschaft zu ermöglichen.

Weitere Informationen finden auf der Webseite von rubicon e.V. (hier).

Veranstaltungen für Fachkräfte in der (teil-) stationären Jugendhilfe

Save the Date: Vernetzungstreffen für Fachkräfte erzieherischer Hilfen in Bielefeld

Wie jedes Jahr lädt das Projekt Trans*sensibel alle Fachkräfte aus erzieherischen Hilfen zu einem landesweiten Vernetzungstreffen ein. In diesem Treffen werden Perspektiven der Arbeit mit jungen trans* und nichtbinären Menschen in (teil)stationären Settings sowie in Jugendämtern sichtbar gemacht. Dieses Jahr findet das Treffen am 28.10. ab 10 Uhr im Bielefelder Rathaus statt. Eine gesonderte Einladung folgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Veranstaltungen für Fachkräfte in weiteren Bereichen

Online-Infoveranstaltungen für Fachkräfte vom Sunrise Dortmund

Das Sunrise Dortmund lädt Fachkräfte zu drei spannenden Online-Infoveranstaltungen ein:

  • 4.2026, 10-12 Uhr: Trans* und Schule
  • 6.2026, 10-12 Uhr: Trans* und Neurodivergenz
  • 9.2026, 10-12 Uhr: Transfeindlichkeit erkennen und entkräften.

Informationen zu den Veranstaltungsinhalten und den Link zur Anmeldung gibt es hier.

Veröffentlichungen

Frisch erschienen: Qualitätsstandards für queere Jugendangebote

Seit dem 24.3. kann die Publikation „Qualitätsstandards für queere Jugendangebote“ im Webshop des Queeren Netzwerks NRW heruntergeladen und in NRW kostenfrei bestellt werden.

Die 30 Qualitätsstandards wurden im Rahmen des Projekts „Das kann queere Jugendarbeit!“ in einem partizipativen AG-Prozess mit Fachkräften aus der Praxis queerer Jugendarbeit und weiteren Expert*innen aus Träger- und Ehrenamtsstrukturen, Wissenschaft und Fachöffentlichkeit entwickelt. Die Publikation richtet sich insbesondere an Fachkräfte und Verantwortliche in Trägerstrukturen sowie an Ehrenamtliche und Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft und Fachöffentlichkeit.

Broschüre „Mein Kind ist nicht-binär“

Die Broschüre „Mein Kind ist nicht-binär“ des Queer Lexikons erklärt verständlich was Nicht-Binarität bedeutet und richtet sich an Eltern und andere Bezugspersonen.

Sie gibt kompakte Orientierung nach einem Coming-out, betont die Bedeutung von Unterstützung und respektvollem Umgang (z.B. beim Vornamen und Pronomen) und zeigt, wie ein bestärkendes Umfeld das Wohlbefinden des Kindes stärkt. Die Broschüre kann hier heruntergeladen werden.

Rückblick

Projekt Trans*sensibel auf dem Fachtag zu Regenbogenkompetenz in der Jugendhilfe – Kreis Gütersloh

Am 12. März fand der gemeinsame Fachtag der Abteilung Jugend und freier ambulanter Jugendhilfeträger im Kreis Gütersloh mit dem Titel „Regenbogenkompetenz in der Jugendhilfe – Geschlechtervielfalt und die Lebenslage queerer Jugendlicher“ mit über 60 Fachkräften im Kreishaus Gütersloh statt. Sowohl in der Diskussion nach der Keynote von Wibke Korten (gerne anders!) als auch in den acht Workshops wurde sichtbar, dass insbesondere geschlechtliche Vielfalt ein großes Thema im Arbeitsalltag der Jugendhilfe darstellt. Im Workshop von Trans*sensibel zu Unterstützungsmöglichkeiten für junge trans* Personen in der Jugendhilfe wurde deutlich, dass im Kreis Gütersloh bereits viel Expertise und großes Engagement im Sinne junger trans* Menschen vorhanden sind, das durch trägerübergreifende, strukturierte Austausch- und Vernetzungsräume noch stärker gebündelt und weiterentwickelt werden kann.

Landeskoordination Trans* NRW auf der didacta

Gemeinsam mit Kolleg*innen anderer Fachstellen und Projekte des Queeren Netzwerks NRW war die Landeskoordination Trans* NRW mit einem Infostand auf der Bildungsmesse didacta vertreten, die vom 10. bis 14. März in Köln stattfand.

Das Interesse an Austausch und Infomaterialien war sehr groß. In vielen Gesprächen u.a. mit engagierten Lehrkräften, Schulsozialarbeiter*innen und Schulleitungen teilte die Landeskoordination Anregungen dazu, wie Schule trans*- und nichtbinärinklusiver gestaltet werden kann, beispielsweise im Hinblick auf respektvolle Kommunikation, Namensführung, Coming-out-Begleitung, Unterrichtsgestaltung, Toiletten und Umkleiden. 

In Bewegung

EuGH: EU-Mitgliedstaaten müssen Vornamens- und Personenstandsänderung ermöglichen

Nach einer wegweisenden Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom 12.3.2026 müssen EU-Mitgliedstaaten die rechtliche Anerkennung des Geschlechts (eine Vornamens- und Personenstandsänderung) ermöglichen, um die Bewegungsfreiheit zu gewährleisten. Dies war bisher in Bulgarien, der Slowakei und Ungarn nicht möglich (und ist in anderen Staaten hürdenreich).

Das Urteil auf Deutsch findet sich hier.

Und hier gibt es ein ausführliches Statement von TGEU (Trans Europe and Central Asia) auf Englisch zur Entscheidung.

Brandbrief an Gesundheitsministerin Nina Warken zur gesundheitlichen Versorgung von trans* Kindern und Jugendlichen

Trans*- und queere Beratungsstellen aus Hessen haben einen gemeinsamen Brandbrief an die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zur Gesundheitsversorgung von trans* Kindern und Jugendlichen verfasst. In dem Brief wird die dramatische Situation vieler trans* Kinder und Jugendlicher dargelegt, denen u.a. mit Verweis auf das Urteil des Bundessozialgerichts vom 19.10.2023 sowie den Off-Label-Use von Hormonblockade und „gegengeschlechtlicher“ Hormongabe die Finanzierung medizinischer Versorgung durch die Krankenkassen verwehrt wird. Der Brief enthält auch Beschreibungen von Fällen aus der Beratung.

Die Verfasser*innen fordern u.a. Rechtssicherheit für die medizinische Versorgung von trans* und nichtbinären Menschen zu schaffen, die ICD-11 endlich umzusetzen sowie Gelder für seriöse Studien zur Verfügung zu stellen.

Der Brandbrief findet sich hier.

Medientipps

Podcast „Von trans* zu trans*“

Im Podcast „Von trans* zu trans*. Alltag. Politik. Leben“ sprechen die beiden trans*männlichen Freunde Dany und Sam über ihre Alltagserfahrungen sowie über verschiedene Themen, die ihnen im Leben begegnen, beispielsweise über aktuelle Entwicklungen in Politik und Gesellschaft, über Diskriminierung und Unsichtbarkeit, über Dysphorie und Gender-Euphorie. Zusätzlich zu den längeren Folgen gibt es auch immer mal wieder kürzere News-Updates, z.B. zur Sonderauswertung des Sozio-ökonomischen Panels zu Diskriminierungserfahrungen in Deutschland. 

„Wir sind wir: Junge trans* Menschen erzählen“

Das Buch „Wir sind wir – junge trans* Menschen erzählen“ von Kobai Halstenberg versammelt persönliche Geschichten von jungen trans* Personen, die von ihrem Weg zu sich selbst berichten. Es gibt Einblicke in Fragen von Identität, Coming-out, Familie und gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Erzählungen sind ehrlich, berührend und empowernd. Ein wichtiges Buch, das Verständnis schafft, Mut macht und vielfältige Perspektiven sichtbar werden lässt.

Nachrufe

Yanar Mohammed

Mit Yanar Mohammed verliert die internationale Bewegung für Frauen-, queere und trans* Rechte eine ihrer mutigsten Stimmen. Die irakische Feministin und Menschenrechtsverteidigerin wurde am 2. März 2026 in Bagdad erschossen. Über Jahrzehnte setzte sie sich gegen patriarchale Gewalt, religiösen Fundamentalismus und die Verfolgung marginalisierter Gruppen ein – und machte dabei auch die Situation von queeren Personen sichtbar, lange bevor diese international stärker beachtet wurde.

Mit ihrem Engagement für Schutzräume und Selbstbestimmung stärkte sie insbesondere diejenigen, die aufgrund von Geschlecht und Identität massiver Gewalt ausgesetzt sind. Ihr Einsatz stand für die Überzeugung, dass Kämpfe für Frauenrechte, queere und trans* Rechte untrennbar miteinander verbunden sind. Ihr Tod ist ein großer Verlust – ihr Wirken bleibt ein Auftrag, diese Kämpfe solidarisch weiterzuführen.

Rest in Power Yanar Mohammed!

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Redaktion:

Idán Sagiv Richter & Lenny Streit, Projekt Trans*sensibel – Bezugspersonen junger trans* Menschen unterstützen

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